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Mit Säge, Hammer und Spaten im Einsatz für die Natur

Die Wandergruppe der Montessorischule baut aus Ästen Verstecke für Bachtiere.

Antonio begutachtet mit Michael Schmidt die jungen Bäume, die sie mit den anderen Schülerinnen und Schülern der Wandergruppe im letzten Jahr gepflanzt haben. Den jungen Schwarzerlen geht es trotz der starken Trockenheit in diesem Jahr gut. Nachdem die Abteilung für Öffentliche Gewässer des Osnabrücker Servicebetrieb mit dem Bagger naturnahe Strukturen im Bachbett und in der angrenzenden Aue des Dütezuflusses in Atter angelegt hat, waren die Schülerinnen und Schüler der Montessorischule aktiv  geworden.  

Im Mai war die Gruppe dann noch einmal gekommen, um die Bäume zu wässern und nach Tierspuren Ausschau zu halten. Nun im November kommen sie zu dritten Mal zu dieser Fläche.

Besonders auffällig war, dass man an den Ufern der neuen Libellen und Froschgewässer die Hufabdrücke der Rehe nicht mehr so gut sehen kann. Denn viele Wildkräuter wie etwa die Wiesenmargerite haben sich auf dem offenen Boden ausgesät.

Nach einem stärkenden Frühstück werden Hölzer mit der Astschere und einer Grünholzsäge in verschiedenen Längen zugeschnitten. Björg Dewert vom Verein zur Revitalisierung der Haseauen e.V. unterstützt die Gruppe fachlich. Die so entstandenen Heringe werden dann im Bach dafür genutzt einen Arm voll Totholzstücke parallel zur Fließrichtung zu verankern.

Diese Bauten geben den Bachtieren neue Versteckmöglichkeiten und engen das Niedrigwasserprofil ein. Gleichzeitig wird so verhindert, dass sich die Äste und Stöcker quer stellen und ein Abflusshindernis bilden. Schließlich wird zum Aufbruch gerufen, denn nun geht es entlang des Heringer Weges und des Rubbenbruchsees per pedes zurück zur Montessorischule.

Finanziell unterstützt wurde die Aktion im Rahmen der niedersächsischen Naturschutzwoche von der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen.

 

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Verein zur Revitalisierung der Haseauen