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Mikado mit Stahlträgern

An der Baustelle "Öwer de Hase" wurden mit einem großen Autokran die Stahlträger für die neue Steg- und Brückenkonstruktion montiert.

Bei Wind und Wetter: Einbau der Stahlträger für die neue Steg- und Brückenkonstruktion „Öwer de Hase“ in der Osnabrücker Innenstadt.
 Einbau der Stahlträger für die neue Steg- und Brückenkonstruktion „Öwer de Hase“.
 Einbau der Stahlträger für die neue Steg- und Brückenkonstruktion „Öwer de Hase“.

Mikado für Große, oder so ähnlich – das Einbringen der Stahlträger für den ersten der drei Stege, die künftig im Bereich „Öwer de Hase“ über den neu geöffneten Flussabschnitt führen,  war jedenfalls ein imposanter Anblick.

Erstmals rückte jetzt ein großer Autokran auf der Baustelle an der Hase an, mit dem zehn große Stahlträger in den gerade freigelegten Flussabschnitt gehoben wurden, die künftig den Unterbau eines Teils der Steg- und Brückenkonstruktion bilden, die dort erreichtet wird. 

Es war Maßarbeit gefragt, die 3,5 bis 6,5 Tonnen schweren Träger an ihre Positionen zu heben und mit den bereits montierten Verankerungen zu verschrauben. Da der große Autokran nicht unter den Passagenüberbau ausgefahren werden konnte, musste beim Jonglieren mit den etwa 3 bis über 10 Meter langen Stahlträgern, wie Projektleiter Lutz Vorreyer vom Fachbereich Städtebau erklärte, noch der kleinere Kran zur Unterstützung eingesetzt werden, der im Flussbett stand. 

Für den Einbau des ersten Teils der Konstruktion war es nach Angaben von Vorreyer erforderlich, den großen Autokran in der Wende der Straße „Öwer de Hase“ aufzustellen. Fahrzeuge konnte die Straße in dieser Zeit nicht passieren. Um den Lieferverkehr für die umliegenden Geschäfte und die Ausfahrt aus dem Parkhaus „Galeria Kaufhof“ so wenig wie möglich zu stören, wurde der Einsatz am Sonntag durchgeführt.

Regen, Schnee im Wechsel mit blauem Himmel und Sonnenschein – das siebenköpfige Baustellenteam erlebte den April bei dem Sonntagseinsatz von seiner sprichwörtlichen Seite. Die Arbeiten kamen trotz der Wetterkapriolen gut voran - nur war es 

Der Einbau der Stahlträger für die weiteren Teile der Steg- und Brückenkonstruktion wurde anschließend von der anderen Seite der Baustelle fortgesetzt. Dazu wurde der Autokran am Dienstag im Bereich Öwer de Hase / Georgstraße aufgestellt und die Prozedur begann erneut. Mit dem Einbau der Stahlträger ist einer der schwierigsten Abschnitte beim Bau der neuen Steg- und Brückkonstruktion abgeschlossen. Die Arbeiten sind bisher gut vorangekommen, Bauleiter Vorreiter ist zufrieden.

Am 29. Mai und 5. Juni sind weitere Arbeitseinsätze an Sonntagen an der Baustelle "Wer de Hase" vorgesehen. Die Straße kann dann erneut nicht befahren werden. Wie Vorreyer erklärte, werden dann bereits Betonierarbeiten an der Steg- und Brückenkonstruktion durchgeführt.

Von der jetzt auf voller Breite freigelegten Hase verschwinden auf beiden Seiten wieder einige Meter unter neuen Fußgängerplattformen. Der Gewässerstreifen, der frei bleibt, lässt sich nun zwischen den längs verlegten Stahlträgern in der Mitte des Flusses erkennen – nach rechts und links wird der Fluss mit Platten und Plattformen überbaut. 

Nach den Plänen der Landschaftsarchitekten Cornelia Müller und Jan Wehberg (Büro Lützow 7, Berlin) ergänzen die Steg- und Brückenkonstruktion noch drei Baumvasen, die vorgewölbt in den Fluss ragen. Die Neugestaltung soll bereits im Herbst abgeschlossen sein. Es sind Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro veranschlagt, die sich Anlieger und die Stadt teilen. Der bisherige Überbau der Hase hätte sonst in den nächsten Jahren saniert werden müssen. 

Genaue Informationen zu den Ausbauplänen und die Entwürfe der Architekten können auf unserer Detailseite zur "Entdeckelung der Hase" (http://www.lebendige-hase.de/lebendige-hase/haseoeffnung.html )eingesehen werden.