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Geschafft: Letzte Lücke des Haseuferwegs in Fledder/Lüstringen geschlossen

Es ist geschafft: Mit der Eröffnung des neuen Haseuferweg-Abschnitts zwischen der Schellenbergbrücke und der Sandforter Straße in den  Stadtteilen Fledder und Voxtrup wird eines der ambitioniertesten Vorhaben der Osnabrücker Stadtentwicklung  Wirklichkeit: Der Ausbau des Rad- und Fußwegs entlang des Flusses, der sich ca. 17 km durch die Stadt schlängelt, soll den Osnabrückern „ihre“ Hase als wertvollen Natur- und Lebensraum erschließen und gleichzeitig eine Wegeverbindung abseits der Hauptverkehrsstraßen anbieten.

Baustelle Haseuferweg in Fledder/Lüstringen.
Baustelle Haseuferweg in Fledder/Lüstringen.

Mit den insgesamt 2.500 Metern des Uferwegs in Fledder und Voxtrup, deren Eröffnung jetzt gefeiert wird, wurde der letzte große offene Abschnitt der Flusstrasse geschlossen. Im Abschnitt zwischen Schellenbergbrücke und Seilerweg war der Ausbau besonders schwierig, da zwei Eisenbahnbrücken unterquert werden mussten, die zu flach für Fußgänger oder Radfahrer waren.

Dort wurden u-förmige Betonprofile im Erdreich versenkt, die so tief eingegraben wurden, dass die Brücken nun bequem unterquert werden können. Um den Einbau realisieren zu können, wurde der Fluss hinter Spundwänden an der Baustelle vorbei geleitet. Trotz hoher Wasserstände im Winter liefen die im Sommer vergangenen Jahres begonnenen Arbeiten zügig ab, so dass jetzt die Freigabe erfolgt.

„Wir freuen uns darüber, dass wir das neue Stück jetzt freigeben können“, sagen Lutz Vorreyer vom Fachbereich Städtebau und Christiane Balks-Lehmann vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück, die den Ausbau federführend geplant und begleitet haben. Sie gehen davon aus, dass das neue Wegstück gut angenommen wird.

„Der Abschnitt war ja bis zuletzt gesperrt, weil noch an einigen Stellen Geländer montiert, die Randabschnitte gestaltet und letzte Arbeiten am Weg erledigt wurden – aber gerade in den letzten Wochen sind immer wieder Besucher an die Baustelle gekommen, die wissen wollten, wie weit wir sind“, berichten sie. 

Der neue Flusswegabschnitt schließt die letzte Lücke des Haseuferwegs im Ostteil der Stadt, es kann nun aus der Osnabrücker Innenstadt durchgehend entlang des Flusses bis nach Bissendorf geradelt oder gewandert werden. In der Innenstadt ist nun noch ein kleines Stück zwischen Hasemauer und Wachsbleiche offen, auf dem der Weg noch nicht direkt Weg am Fluss entlang geführt ist. 

Die Idee wurde bereits in den 1950er Jahren gefasst – aber dass es tatsächlich einmal gelingen könnte, Passagen wie eine Durchquerung des früheren Stahlwerksgeländes im Bereich des heutigen Haseparks, den Abschnitt zwischen Neuer Mühle (Pottgrabenbad/Alando Palais) und Neumarkt, den Bereich „Öwer de Hase“ oder an der Brücke am Bahnhof zu meistern, wo der Fluss unter Beton versenkt bzw. hinter Häusern verbaut war, hätten sich die Stadtplaner von damals wohl kaum jemals träumen lassen.

Auch wenn es mehr als ein halbes Jahrhundert gedauert hat – stetes Hasefließen führt schließlich zum Ziel, oder wie sagt man?