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Naturschutz mit Schaufel und Spaten: Montessori-Schüler unterstützen OSB-Gewässerteam

Bei einem Naturschutzvorhaben auf der Rohrkampswiese im äußersten Nordwesten der Stadt ins Zeug gelegt haben sich jetzt erneut einige Jugendliche von der Montessori-Förderschule in Osnabrück. 

Sie haben den Mitarbeitern der Abteilung für Öffentliche Gewässer des Osnabrücker ServiceBetriebs (OSB) und des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz der Stadt bei einem Gewässerschutzvorhaben geholfen, das dort zurzeit realisiert wird. 

Die jungen Leute von der Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung waren einen Tag lang als fleißige Helfer bei den Arbeiten im Einsatz, die zurzeit auf der Wiese und einem angrenzenden Bachlauf von der Stadt laufen. Ziel ist es, die Lebensbedingungen für die amphibischen Bewohner des Feuchtgebiets und die Kleinfische in dem Gewässer zu verbessern.

So wurde auf der Wiese ein Tümpel für die Kröten, Frösche, Molche & Co. angelegt und dem Bach wurde wieder zu einem gewundenen Verlauf mit neuen Engstellen und vielfältigen Gewässerstrukturen mit Tief- und Flachwasserzonen verholfen. Außerdem  wurden Baumwurzeln als Strömungslenker in das Gewässer eingebaut.

Nach Abschluss der Aushub- und Baggerarbeiten pflanzten die jungen Leuten von der Montessori-Schule jetzt Erlen an der Ufer an und legten mit Schaufel und Spaten letzte Hand an die Modellierung des Bachbettes.

In der Vergangenheit hatte sich bereits mehrfach Jugendliche aus einem Gartenprojekt der Montessori-Schule an solchen Naturschutzeinsätzen u.a. am Sandbach im Carolinger Holz im Osten der Stadt und zuletzt an der Düte in Hellern beteiligt. Jetzt war eine offene Gruppe mit jungen Leuten aus allen Schulstufen im Einsatz, wobei nach Angaben vom Pädagogen Michael Schmidt erstmals auch gehörlose Schüler beteiligt waren.

Bei dem Arbeitseinsatz wurden die jungen Leute erneut von der Natur- und Wildnispädagogin Björg Dewert vom Verein zur Revitalisierung der Haseauen angeleitet. Sie begleitet regelmäßig Schülergruppen bei solchen Vorhaben an den Osnabrücker Fließgewässern.

Hinter den Osnabrücker Projekten steht das „Netzwerk Schulen für eine lebendige Hase“ des Fachdienstes Naturschutz und Landschaftsplanung der Stadt Osnabrück, das gezielt Lernprojekte für Schüler an den Osnabrücker Fließgewässern fördert und es Schulen sogar ermöglicht, „Bachpatenschaften“ zu übernehmen.

Wie Fachdienstleiterin Christiane Balks-Lehmann erklärt, bringt sich die Montessori-Schule bereits seit Jahren besonders aktiv in die Projekte ein. „Es gehört zum Konzept, dass wir die Schüler an laufenden Naturschutzvorhaben beteiligen. Dadurch ist ihre Mithilfe wirklich sinnvoll und kann umso besser auch vermittelt werden – und die Schüler sehen später, dass ihre Mitarbeit wirklich zu etwas geführt hat.“  

Das Projekt wurde im Rahmen der sechsten Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche aus Mitteln der Niedersächsischen Naturschutzstiftungen gefördert.

Neben dem Baumpflanzen am Bach an der Rohrkampswiese mit den jungen Leuten von der Montessori-Schule haben nach Angaben von Björg Dewert vom Haseauenverein diesmal noch Projekte mit der Grundschule Borgloh, den Gymnasiums Bersenbrück und der Realschule Bramsche u.a. an einem Altarm der Hase einen Förderzuschlag bei der Nutzschutzwoche erhalten.

 

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